Als Au-Pair Freunde finden: 9 Wege, die wirklich funktionieren

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Der schnellste Weg zu Freunden als Au-Pair sind andere Au-Pairs: Sie sind gleich alt, gerade in derselben Lage und haben genauso wenig Anschluss wie du. Such gezielt nach ihnen — über Au-Pair-Treffen, Sprachkurse und Plattformen, die dir Au-Pairs in deiner Nähe zeigen.
Die ersten Wochen sind für fast alle die schwersten. Du hast eine Familie, ein Zimmer, eine Aufgabe — aber niemanden, mit dem du am Samstagabend losziehst. Deine Gastfamilie kann warmherzig sein und trotzdem nicht die Antwort auf diese Frage: Sie ist zwanzig Jahre älter und hat kleine Kinder.
Das ist kein persönliches Versagen, sondern der Normalfall. Und es lässt sich lösen — hier sind neun Wege, sortiert danach, wie schnell sie wirken.
1. Such andere Au-Pairs in deiner Umgebung
Der direkteste Weg. Andere Au-Pairs kennen dein Problem, weil sie es gerade selbst haben — es braucht keine Erklärung, warum du an einem Dienstagnachmittag frei hast. Genau dafür gibt es die Au-Pair-Community auf AuPairMatch: Du siehst Au-Pairs in der Nähe deiner Gastfamilie und alle, die in den nächsten Wochen in deine Gegend ziehen, und kannst ihnen direkt schreiben. Das ist kostenlos und funktioniert auch, wenn du deine Gastfamilie über eine andere Plattform gefunden hast.
2. Geh in den Sprachkurs — und bleib danach noch
In vielen Ländern gehört ein Sprachkurs ohnehin zum Au-Pair-Aufenthalt, oft zahlt die Gastfamilie einen Zuschuss. Dort sitzen Menschen, die genau wie du neu sind. Der Trick ist nicht der Kurs, sondern die zwanzig Minuten danach: Frag zwei Leute, ob sie noch einen Kaffee wollen. Die meisten sagen ja, weil sie dasselbe wollen und sich genauso wenig trauen.
3. Frag deine Gastfamilie nach ihrem Netzwerk
Deine Gastfamilie kennt andere Familien — und viele davon haben ebenfalls ein Au-Pair. Ein Satz reicht: „Kennt ihr andere Familien mit Au-Pair?“ Gute Gastfamilien stellen den Kontakt gern her, weil sie wissen, dass du dich sonst schwer tust. Manche denken einfach nicht von selbst daran.
4. Nimm dir eine feste Aktivität mit festem Termin
Sportverein, Chor, Kletterhalle, Volleyball im Park. Entscheidend ist nicht das Hobby, sondern die Wiederholung: Menschen werden aus Fremden zu Bekannten, weil man sich immer wieder sieht — nicht, weil ein Abend besonders gut lief. Einmal die Woche derselbe Termin schlägt fünf einmalige Verabredungen.
5. Facebook- und WhatsApp-Gruppen deiner Stadt
Für fast jede größere Stadt gibt es eine Au-Pair-Gruppe. Sie sind unmoderiert und manchmal chaotisch, aber sie funktionieren — dort werden Treffen und Tagesausflüge organisiert. Such nach „Au-Pair“ plus deinem Stadtnamen. Zwei Hinweise: Gib dort keine Adresse preis, und triff dich beim ersten Mal an einem öffentlichen Ort.
6. Apps zum Leute-Kennenlernen
Bumble For Friends, Meetup, Spontacts oder Tandem-Apps für Sprachpartner funktionieren auch im Ausland — teilweise besser als zu Hause, weil dort überdurchschnittlich viele Zugezogene unterwegs sind. Für Menschen, die nicht gern in Gruppen einsteigen, ist ein Eins-zu-eins-Treffen oft der leichtere Anfang.
7. Sag Ja, bevor du dir überlegst, ob du Lust hast
Die ersten zwei Monate lohnt sich eine einfache Regel: Jede Einladung wird angenommen. Auch die zum langweilig klingenden Grillen mit den Nachbarn. Nicht weil jeder Abend großartig wird, sondern weil jede Einladung eine weitere nach sich zieht — und ein Nein die Kette unterbricht.
8. Nutz deine freien Nachmittage, nicht nur die Abende
Als Au-Pair hast du oft mitten am Tag frei, wenn Berufstätige arbeiten. Genau dann sind andere Au-Pairs auch frei. Ein Kaffee um 15 Uhr ist leichter zu verabreden als ein Abend, an dem alle müde sind — und du triffst Menschen mit demselben ungewöhnlichen Rhythmus.
9. Rechne mit acht Wochen, nicht mit acht Tagen
Der häufigste Fehler ist die Erwartung, dass es sofort klappt. Aus einem ersten Treffen wird selten eine Freundschaft; aus dem vierten schon. Wer in Woche zwei aufgibt, hört genau dann auf, wenn es anfangen würde zu wirken. Halt bis Woche acht durch — bei fast allen kippt es in dieser Zeit.
Warum andere Au-Pairs der beste Startpunkt sind
Es gibt einen Grund, warum dieser Weg zuerst steht: Bei allen anderen musst du erklären, warum du hier bist, warum du unter der Woche frei hast und warum du in vier Monaten vielleicht wieder weg bist. Bei einem anderen Au-Pair entfällt das komplett. Ihr seid ungefähr gleich alt, im selben fremden Land, mit demselben Kalender und derselben Frage.
Dazu kommt etwas Praktisches: Au-Pairs kommen und gehen laufend. Wer heute in deiner Stadt ankommt, sucht genau dasselbe wie du. Deshalb ist die Liste der Leute, die bald in deine Gegend ziehen, oft wertvoller als die derer, die schon da sind — mit denen fängst du gemeinsam an, statt in eine bestehende Gruppe einzusteigen.
Auch wenn du woanders gesucht hast
Die Au-Pair-Community auf AuPairMatch ist für Au-Pairs kostenlos — und ausdrücklich auch für alle, die ihre Gastfamilie über eine andere Plattform oder eine Agentur gefunden haben. Du legst ein kostenloses Profil an, trägst ein, in welche Stadt du gehst, und siehst dieselben Leute wie alle anderen. Deine Adresse wird dabei nie angezeigt — nur die Stadt und ein grobes Entfernungsband.
Was du in den ersten Wochen lassen solltest
Den ganzen Abend mit zu Hause telefonieren. Kontakt halten ist richtig, jeden Abend zwei Stunden ist es nicht — dann bist du körperlich hier und mit dem Kopf dort, und beides wird schwerer.
Warten, bis dich jemand fragt. Alle anderen warten auch. Wer zuerst fragt, gewinnt — und es ist weniger peinlich, als es sich anfühlt.
An deinem Zimmer festhalten. Die Tür zu, Serie an, Tag vorbei. An einem schlechten Tag ist das in Ordnung. Als Muster über Wochen ist es der schnellste Weg zurück nach Hause.
Sieh, wer in deiner Nähe ist
Kostenlos für Au-Pairs — auch wenn du deine Gastfamilie woanders gefunden hast.


