AuPairMatch vs. AuPair.com: der ehrliche Vergleich 2026
AuPair.com ist größer und seit 1999 international unterwegs. AuPairMatch ist 2026 gestartet, aktuell für Familien und Au-Pairs kostenlos, übersetzt Nachrichten automatisch und verbindet Au-Pairs vor Ort. Für Au-Pairs kosten beide nichts.
Das hier ist unser eigener Vergleich — wir betreiben AuPairMatch, und das sagen wir vorweg. Damit er trotzdem etwas taugt, gelten dieselben Regeln wie in unserem Vergleich mit AuPairWorld: Alles zu AuPair.com stammt von dessen eigener Website und wurde am 10. September 2026 geprüft. Was wir dort nicht nachgesehen haben, steht in der Tabelle als „keine geprüfte Angabe“ — nicht als „nein“. Nutzerzahlen nennen wir für niemanden, weil sie sich nicht prüfen lassen. Und unsere eigenen Schwächen stehen genauso drin wie unsere Stärken. Den Überblick über alle großen Anbieter findest du im Plattform-Vergleich 2026.
Auf einen Blick
| Kriterium | AuPair.com | AuPairMatch |
|---|---|---|
| Seit | 1999 | 2026 |
| Sitz und Markt | Köln, Deutschland; international ausgerichtet | Berlin, Deutschland; Kernmarkt Deutschland und Europa |
| Modell | Selbstsuche-Plattform | Selbstsuche-Plattform |
| Für wen | Au-Pairs und Gastfamilien | Au-Pairs und Gastfamilien |
| Kosten für Au-Pairs | 0 € | 0 € (dauerhaft) |
| Kosten für Gastfamilien | Basis kostenlos, erster Kontakt gratis; für fortlaufende Kommunikation Premium als Einmalzahlung, endet automatisch: 49,70 € (1 Monat), 69,70 € (3 Monate), 88,70 € (6 Monate); 10 % Rabatt bei Verlängerung | aktuell 0 € inklusive Kontaktaufnahme (Gründungsphase); auch später kein Abo |
| Sprachen | mehrsprachig | mehrsprachig (9 Sprachen); Nachrichten und Profiltexte werden automatisch übersetzt |
| Match-Score | keine geprüfte Angabe | ja |
| Video-Call auf der Plattform | keine geprüfte Angabe | ja, nach dem Match |
| Länder- und Visa-Infos | keine geprüfte Angabe | 14 Länderseiten, Visa-Ersteinschätzung im Profil |
| Au-Pairs finden andere Au-Pairs | Sprach-Tandem: sortiert nach Sprache, nicht nach Ort, mit Bedingungen (u. a. 90 % Antwortquote); keine Umkreissuche, keine Gruppen, keine Events gefunden | ja — andere Au-Pairs im Umkreis der Gastfamilie und solche, die bald in der Gegend anfangen; auch wenn die Familie woanders gefunden wurde |
| Ausweis- oder Hintergrundprüfung | keine geprüfte Angabe | nein |
| Auswahl an Profilen | großer internationaler Pool | kleiner — wir sind jung und wachsen |
Kosten: Wer zahlt was?
Für Au-Pairs sind beide kostenlos. Der Unterschied liegt bei den Gastfamilien. Bei AuPair.com ist die Basis-Mitgliedschaft kostenlos, und der erste Kontakt ist gratis. Wer als Familie das Gespräch danach fortführen will, braucht Premium. Das ist eine Einmalzahlung, die automatisch endet: 49,70 € für einen Monat, 69,70 € für drei Monate, 88,70 € für sechs Monate. Wer verlängert oder später erneut Premium bucht, bekommt 10 % Rabatt. Das ist fair gebaut: kein Abo, keine Kündigungsfrist, und der längere Zeitraum ist pro Monat deutlich günstiger.
Bei AuPairMatch zahlen in der Gründungsphase weder Familien noch Au-Pairs etwas, auch nicht für die Kontaktaufnahme. Für Au-Pairs bleibt das dauerhaft so. Für Familien wird es nicht ewig kostenlos bleiben — geplant ist aber auch dann kein Abo, sondern eine Einmalzahlung pro Zeitraum fürs freie Anschreiben. Also ein ähnliches Prinzip wie bei AuPair.com.
Für die Rechnung wichtig: Die Plattformgebühr ist der kleinste Posten. Taschengeld, Kost und Logis und je nach Land weitere Pflichten kommen bei jeder Plattform dazu. Was die Suche über Plattformen und Agenturen insgesamt kostet, steht in Was kostet es, ein Au-Pair zu finden?
So läuft der Kontakt
Auf beiden Plattformen sucht ihr selbst — keine Agentur schlägt euch jemanden vor. Familien und Au-Pairs legen ein Profil an, stöbern und schreiben an, wer passt. Bei AuPair.com ist der erste Kontakt für Familien gratis, für das weitere Gespräch braucht die Familie Premium.
Bei AuPairMatch schreibt ihr euch direkt im Chat auf der Plattform. Der Match-Score zeigt, wie gut Wünsche und Angebot zusammenpassen, und nimmt Familien einen Teil der Vorauswahl ab. Familienprofile zeigen auf einen Blick, was Au-Pairs wirklich wissen wollen: Kinder mit Alter, Arbeitszeit, Taschengeld, Zimmer, Haustiere und Fotos vom Au-Pair-Zimmer. Nach dem Match lernt ihr euch per Video-Call auf der Plattform kennen, ohne vorher private Nummern austauschen zu müssen.
Ob AuPair.com Video-Calls oder einen Match-Score im Produkt hat, haben wir für diesen Vergleich nicht erhoben. Deshalb steht dort „keine geprüfte Angabe“.
Sicherheit: Was euch keine Plattform abnimmt
Beide sind Selbstsuche-Plattformen, keine Agenturen. Die Prüfung der Gegenseite liegt deshalb bei euch. Welche Kontrollen AuPair.com im Einzelnen durchführt, haben wir nicht erhoben — fragt im Zweifel direkt dort nach.
Für AuPairMatch sagen wir es klar: Wir prüfen keine Ausweise und machen keine Hintergrund-Checks. Es gibt keine persönliche Betreuung und keine Vermittlungsgarantie. Was wir bieten: Video-Calls in der App, damit das Kennenlernen nicht über private Kanäle laufen muss. In der Community erscheint dein Standort nur als grobes Entfernungsband, nie als Adresse, und ob du sichtbar bist, entscheidest du selbst. Eine eingetragene Vermittlung bestätigt bei uns die Gastfamilie — mehr behaupten wir nicht.
Egal, wo ihr euch findet: mindestens ein ausführlicher Video-Call, Referenzen früherer Au-Pairs oder Familien anfragen, wichtige Dokumente selbst sehen wollen und nie Geld an die Gegenseite vorstrecken. Wer ein ungutes Gefühl hat, bricht ab.
Länder und Regeln
AuPairMatch hat 14 Länderseiten mit Regeln, Taschengeld und Ablauf pro Land. Aufgenommen sind nur Länder, in denen Au-Pair als Taschengeld-Modell funktioniert. Die Visa-Einschätzung gibt im Profil eine erste grobe Orientierung, welche Regeln für dein Zielland gelten. In Familienprofilen zeigt ein Haken, ob Stunden und Taschengeld im Rahmen der Landesregeln liegen — ein Zahlenvergleich, keine Rechtsprüfung.
AuPair.com ist international ausgerichtet. Welche Länder- und Visa-Informationen es dort gibt, haben wir für diesen Vergleich nicht geprüft. In die USA vermitteln wir nicht; dorthin führt der Weg ohnehin nur über eine akkreditierte J-1-Agentur, egal, wo ihr euch gefunden habt.
Übersetzung und Sprachen
Beide Plattformen sind mehrsprachig. AuPairMatch übersetzt zusätzlich, was Menschen einander schreiben. Eingehende Nachrichten erscheinen automatisch in der Sprache des Lesers; das lässt sich abschalten, und das Original ist einen Klick entfernt. Profiltexte wie Bio und Wünsche werden in alle Sprachen übersetzt und als „maschinell übersetzt“ markiert. Die Oberfläche gibt es in 9 Sprachen, Ratgeber und Länderseiten in 8.
Das hilft vor allem am Anfang: Eine Familie aus Hamburg und ein Au-Pair aus Brasilien müssen nicht erst eine gemeinsame Sprache fließend sprechen, um herauszufinden, ob sie zusammenpassen. Die Sprache des Gastlandes lernen sollte das Au-Pair trotzdem — der Austausch vor Ort lebt davon.
Nach der Ankunft: Anschluss unter Au-Pairs
Hier liegt der deutlichste Unterschied. AuPair.com bietet ein Sprach-Tandem-Matching, das Au-Pairs zusammenbringt — sortiert nach Sprache, nicht nach Ort, und an Bedingungen geknüpft, unter anderem eine Antwortquote von 90 %. Eine Umkreissuche, Gruppen oder Events haben wir dort nicht gefunden.
Bei AuPairMatch siehst du, sobald deine Vermittlung eingetragen ist, andere Au-Pairs im Umkreis deiner Gastfamilie. In einer zweiten Liste stehen alle, deren Vermittlung in den nächsten acht Wochen in derselben Gegend beginnt. Du schreibst eine Nachricht und machst ein Treffen aus — mehr Werkzeuge gibt es nicht, kein Forum und keine Gruppen. Das funktioniert ausdrücklich auch, wenn du deine Familie auf AuPair.com gefunden hast: Ein kostenloses Profil genügt.
Wo AuPair.com vorne liegt
Bei Auswahl, Erfahrung und Breite. AuPair.com gibt es seit 1999 und hat einen großen internationalen Pool. Etablierte Anbieter haben mehr Profile als wir, das ist so. Und das Preismodell ist familienfreundlich: kostenloser Einstieg, erster Kontakt gratis, Premium ohne automatische Verlängerung.
Für wen welche Plattform?
Gastfamilie mit knappem Budget: AuPairMatch, weil die Kontaktaufnahme aktuell nichts kostet — und parallel AuPair.com, wo der erste Kontakt ebenfalls gratis ist.
Familie und Au-Pair ohne gemeinsame Sprache: AuPairMatch, weil Nachrichten und Profile automatisch übersetzt werden.
Au-Pair mit Ziel in Europa: Beide. AuPairMatch spätestens dann, wenn die Familie feststeht — die Community funktioniert auch, wenn ihr euch woanders gefunden habt.
Familie, die schon ein Au-Pair hat: AuPairMatch für die Community. Vermittlung eintragen, bestätigen, fertig.
Offen gesagt: nutzt beides
AuPairMatch ist 2026 gestartet, jung und wächst; AuPair.com hat mehr Profile. Deshalb raten wir nicht zum Entweder-oder, sondern zu beidem: Bei AuPair.com die große internationale Auswahl, bei AuPairMatch die kostenlose Kontaktaufnahme, jedes Profil in deiner Sprache und Anschluss an andere Au-Pairs nach der Ankunft. Viele suchen ohnehin auf mehreren Plattformen parallel — ein zweites Profil kostet nichts.
Kostenlos ausprobieren
Für Au-Pairs dauerhaft gratis, für Familien in der Gründungsphase — inklusive Community, auch wenn ihr euch auf AuPair.com gefunden habt.