Die besten Au-Pair-Plattformen 2026 im Vergleich

AuPairMatch
8 Min. Lesezeit
Ratgeber für Au-Pairs
Smiling young multiethnic girlfriends wearing casual clothes while standing in middle of road and giving high five in summer day while looking at each other

Photo: Zen Chung / Pexels

Für Au-Pairs sind alle großen Plattformen kostenlos — der Unterschied liegt bei den Familien und beim Funktionsumfang. AuPairWorld und AuPair.com sind die größten und kosten Familien rund 50 € für einen Monat. nina.care bietet zusätzlich eine Vollvermittlung. AuPairMatch ist die kleinste und neueste — und die einzige, auf der sich Au-Pairs untereinander vor Ort finden.

Wir betreiben selbst eine dieser Plattformen. Deshalb steht unten, was die anderen besser können, und wo wir schlechter sind. Alle Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter, Stand September 2026 — prüf sie vor einer Entscheidung nach, sie ändern sich.

Der Überblick

AuPairWorldAuPair.comnina.careAuPairMatch
Au-Pair zahlt0 €0 €0 €0 €
Familie zahlt49,90 € / 1 Mon. 89,90 € / 3 Mon. 149,90 € / 6 Mon.49,70 € / 1 Mon. 69,70 € / 3 Mon. 88,70 € / 6 Mon.48 €/Mon. oder 980 € Vollvermittlungaktuell 0 € (Gründungsphase)
Seit19991999jünger2026
Größe (eigene Angabe)25.000+ suchende Au-Pairs52.000+ aktive Nutzerkeine vergleichbare Zahlklein — wir fangen an
Mobile Appneinjajanein (mobile Website)
Au-Pairs untereinander vernetzenneinnur Sprach-Tandemnur Events in NLja — nach Ort

AuPairWorld — die größte im deutschsprachigen Raum

Seit 1999 am Markt, nach eigener Angabe über 25.000 suchende Au-Pairs. Wer die größte Auswahl will, ist hier richtig. Für Au-Pairs kostenlos, Familien brauchen Premium, um Kontakt aufzunehmen — ohne automatische Verlängerung, was fair ist.

Stärken: Reichweite, ein umfangreiches Länder-Lexikon, ein Team, das erreichbar ist.

Schwächen: keine App. Und die Sicherheitsprüfung liegt weitgehend bei dir: Die Plattform prüft Profile auf Plausibilität und empfiehlt, Ausweis, Führungszeugnis und Referenzen selbst anzufordern.

AuPair.com — die zweite Große, mit App

Ebenfalls seit 1999, nach eigener Angabe über 52.000 aktive Nutzer, mit App für iOS und Android. Der Ratgeberbereich ist der ausführlichste im Markt — auch zu Themen wie Heimweh und Kulturschock, über die sonst kaum jemand schreibt.

Stärken: großer Pool, moderne App, sehr guter Content.

Schwächen: Eine Seite muss Premium haben, damit ein Gespräch weiterlaufen kann. „Kostenlos für Au-Pairs“ stimmt also nur, solange die Familie zahlt — sonst endet der Kontakt nach der ersten Nachricht.

nina.care — mit Rundum-Service

Zwei Modelle: Selbst suchen für 48 € im Monat, oder die Vollvermittlung für 980 € einmalig, bei der ein Mensch drei Kandidatinnen vorschlägt. Visum und Papierkram werden übernommen — das ist das stärkste Entlastungsversprechen im Feld.

Stärken: gründliches Screening, Visum-Unterstützung, modernste Oberfläche, Au-Pair-Events in den Niederlanden.

Schwächen: deutlich teurer, wenn man die Vollvermittlung nimmt. Die Events gibt es nur in den Niederlanden — für Au-Pairs in Deutschland, Österreich oder Spanien bleibt davon nichts.

AuPairMatch — neu, kostenlos und mit einer Funktion, die sonst niemand hat

Ehrlich zuerst: AuPairMatch ist 2026 gestartet und damit die jüngste Plattform in diesem Vergleich — die großen Anbieter sammeln seit 1999 Profile. Dafür ist AuPairMatch hier die einzige, die für Gastfamilien und Au-Pairs kostenlos ist, Kontaktaufnahme eingeschlossen: für Au-Pairs dauerhaft, für Familien in der Gründungsphase. Auch danach ist kein Abo geplant. Nachrichten und Profiltexte werden automatisch in die eigene Sprache übersetzt, Video-Calls laufen direkt in der App.

Viele Familien und Au-Pairs suchen ohnehin auf mehreren Plattformen parallel. Ein zusätzliches Profil bei AuPairMatch kostet nichts und erweitert die Suche.

Der Unterschied liegt woanders: Wir sind die Einzigen, auf denen sich Au-Pairs untereinander am Zielort finden. Nach der Vermittlung siehst du andere Au-Pairs in der Nähe deiner Gastfamilie — und alle, die in den nächsten Wochen in dieselbe Gegend ziehen. Standort wird nie als Adresse gezeigt, nur als Entfernungsband, und die Sichtbarkeit lässt sich abschalten.

Der Punkt, den kein Vergleich sonst behandelt

Alle Plattformen verkaufen die Ankunft — „finde eine Familie“. Was danach kommt, verkauft keine: fremdes Land, niemanden kennen, Gastfamilie eine Generation älter. AuPairWorld schreibt dazu selbst einen Ratgeber und verweist darin auf Facebook, Meetup und Bumble For Friends. AuPair.com hat ein Sprach-Tandem, das aber nach Sprache statt nach Ort sortiert. Bei uns ist es Teil des Produkts — und nutzbar, auch wenn du deine Gastfamilie über eine andere Plattform gefunden hast.

Was du nirgends bekommst

Damit der Vergleich vollständig ist: Keine der Selbstsuche-Plattformen gibt eine Garantie. Kein Geld zurück, kein Ersatz-Au-Pair, wenn es nach drei Monaten scheitert. Vertrauen wird überall als Betrugsabwehr vor dem Match verkauft — Videocall, Profilprüfung, „schick niemandem Geld im Voraus“. Wer eine echte Absicherung für den Fall des Scheiterns will, landet bei einer klassischen Agentur mit Vermittlungsgebühr (in Deutschland meist 450–840 €).

Und: Für die USA ist Selbstsuche rechtlich nicht möglich. Au-Pair-Aufenthalte in den USA laufen ausschließlich über vom US-Außenministerium akkreditierte J-1-Agenturen. Das gilt für alle Plattformen in diesem Vergleich gleichermaßen.

Welche passt zu dir?

Größte Auswahl: AuPairWorld oder AuPair.com.

Am wenigsten Bürokratie: nina.care, wenn dir die Vollvermittlung den Preis wert ist.

Du bist Au-Pair und willst am Zielort nicht allein sein: AuPairMatch — und zwar zusätzlich, nicht statt. Ein Profil bei uns kostet nichts und schließt nichts aus.

Der ehrlichste Rat: Als Au-Pair kostet dich keine dieser Plattformen etwas. Meld dich bei zweien an, sieh, wo mehr passiert, und entscheide danach.

Kostenlos ausprobieren

Für Au-Pairs dauerhaft gratis — inklusive der Community, auch wenn du deine Familie woanders gefunden hast.