Au-Pair-Taschengeld im Ländervergleich 2026

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Wie viel Taschengeld bekommt ein Au-Pair? In Deutschland sind es mindestens 280 € pro Monat — das ist der gesetzliche Mindestbetrag, unabhängig vom Bundesland. Dazu kommen kostenlose Unterkunft und Verpflegung, ein Sprachkurs-Zuschuss und eine Versicherung. In anderen Ländern fällt das Taschengeld teils deutlich höher, teils anders strukturiert aus.
In diesem Guide vergleichen wir die Taschengeld-Beträge in den beliebtesten Au-Pair-Ländern und erklären, warum die Zahlen so unterschiedlich sind. Wichtig vorweg: Gesetzlich festgeschrieben sind die Beträge in Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und den USA — in den Niederlanden als Obergrenze, sonst als Mindestbetrag. In Italien und Spanien gibt es keinen gesetzlichen Satz; dort wird frei vereinbart. Wir kennzeichnen das in der Tabelle deutlich.
Taschengeld im Ländervergleich
| Land | Taschengeld / Monat | Besonderheit |
|---|---|---|
| Deutschland | mind. 280 € (gesetzlich) | Mindestbetrag, dazu Sprachkurs-Zuschuss ab 70 € |
| Österreich | mind. 551,10 € (gesetzlich) | Höher als in Deutschland — dafür nur 16,5 Stunden pro Woche erlaubt |
| Frankreich | mind. 320 € (gesetzlich) + Kost und Logis | Taschengeld plus freie Unterkunft und Verpflegung, teils als Bahnticket |
| Niederlande | höchstens 340 € (gesetzliche Obergrenze) | Kein Mindest-, sondern ein Höchstbetrag — darüber wird es steuerpflichtiger Lohn |
| USA (J-1) | mind. 195,75 US$ pro Woche | Bundesweit geregeltes Programm über Agenturen |
| Spanien | frei vereinbart, kein gesetzlicher Satz | Für Nicht-EU-Bürger gibt es keinen Au-Pair-Aufenthaltstitel |
| Italien | frei vereinbart, kein gesetzlicher Satz | Kein einheitlicher fester Betrag landesweit |
Wichtig zum Einordnen: Das Taschengeld kommt immer obendrauf — kostenlose Unterkunft und volle Verpflegung sind beim Au-Pair-Modell überall inklusive. Vergleiche das Taschengeld also nie mit einem normalen Gehalt. Wer Miete und Essen mitrechnet, sieht: Der reale Gegenwert liegt deutlich über dem reinen Geldbetrag.
Warum unterscheiden sich die Beträge so stark?
Dass ein Au-Pair in Österreich oder den USA mehr Taschengeld bekommt als in Deutschland, hat mehrere Gründe — und liegt fast nie an reiner Großzügigkeit. Die wichtigsten Faktoren:
- Lebenshaltungskosten: In Ländern, in denen Freizeit, Verkehr und Konsum teurer sind, fällt das Taschengeld höher aus, damit es im Alltag reicht.
- Gesetzlich vs. üblich: Deutschland, Österreich, Frankreich, die Niederlande und die USA haben regulierte Beträge. In Italien und Spanien gibt es kein verbindliches Minimum — der Betrag wird zwischen Familie und Au-Pair frei ausgehandelt und schwankt entsprechend.
- Was eingerechnet ist: Mancherorts deckt die Familie zusätzlich Nahverkehrstickets, einen höheren Sprachkurs-Anteil oder einen Reisekostenzuschuss ab. Das Taschengeld allein erzählt also nie die ganze Geschichte.
- Arbeitsstunden: Im US-J-1-Programm sind bis zu 45 Wochenstunden möglich, in Deutschland höchstens 30. Mehr Stunden gehen oft mit höherem Taschengeld einher.
Deshalb lohnt es sich, immer das Gesamtpaket zu betrachten: Taschengeld plus Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Sprachkurs und etwaige Extras.
Deutschland im Detail
Für Deutschland sind die Zahlen am klarsten. Das Au-Pair erhält mindestens 280 € Taschengeld pro Monat — bei höchstens 30 Wochenstunden und maximal 6 Stunden pro Tag. Dazu kommen feste Leistungen der Gastfamilie:
- Eigenes, möbliertes Zimmer und volle Verpflegung — kostenfrei
- Sprachkurs-Zuschuss von mindestens 70 €/Monat
- Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung
- Mindestens 1,5 freie Tage pro Woche (inkl. einem Sonntag pro Monat) und mindestens 4 Wochen bezahlter Urlaub pro Jahr
Das macht den deutschen Betrag zwar niedriger als etwa in Österreich oder den USA, aber dafür ist er verlässlich und gesetzlich abgesichert. Du weißt als Familie wie als Au-Pair genau, woran du bist.
Verlasse dich nie auf eine einzelne Zahl aus dem Internet. Die gesetzlichen Beträge werden regelmäßig angepasst — Dänemark, Schweden, Luxemburg und Österreich zum Jahreswechsel —, und wo es keinen gesetzlichen Satz gibt, schwankt er ohnehin. Prüfe vor der Zusage immer die aktuellen Vorgaben des Ziellandes.