Wie werde ich Au-Pair in Deutschland? Kompletter Leitfaden

AuPairMatch
9 Min. Lesezeit
Ratgeber für Au-Pairs
A mother with four children relaxing in a lush, green outdoor park setting.

Photo: Vinicius Quaresma / Pexels

Deutschland ist eines der beliebtesten Zielländer für Au-Pairs weltweit — und das aus gutem Grund. Das Land bietet eine starke Wirtschaft, exzellente Infrastruktur, vielfältige Kultur und ein gut reguliertes Au-Pair-Programm.

In diesem Leitfaden zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Au-Pair in Deutschland wirst — von der ersten Recherche bis zu deiner Ankunft bei der Gastfamilie.

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Recherchiere und informiere dich

Informiere dich über das Au-Pair-Programm in Deutschland: Voraussetzungen (18–26 Jahre, Grundkenntnisse Deutsch ab A1-Niveau, Erfahrung in Kinderbetreuung), die Aufenthaltsdauer (mindestens 6, maximal 12 Monate — eine Verlängerung oder ein zweiter Au-Pair-Aufenthalt ist nicht möglich) sowie die Familien-Voraussetzung (mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt). AuPairMatch bietet dir alle Infos direkt auf der Plattform.

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Erstelle dein Profil auf AuPairMatch

Registriere dich kostenlos und erstelle ein vollständiges Profil: Fotos, Video-Intro, Sprachkenntnisse, Erfahrung und Verfügbarkeit. Je besser dein Profil, desto schneller findest du eine passende Gastfamilie.

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Finde und kontaktiere Gastfamilien

Nutze den Smart-Matching-Algorithmus, um passende Familien in Deutschland zu finden. Schicke persönliche Nachrichten und nutze die Video-Call-Funktion, um dich vorzustellen. Plane mindestens 2–3 Video-Calls, bevor du dich entscheidest.

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Vereinbarung und Vertrag

Wenn ihr euch einig seid, schließt einen Au-Pair-Vertrag ab. Dieser regelt Taschengeld (mind. 280 EUR/Monat), Arbeitszeiten (max. 30 Std./Woche, höchstens 6 Std./Tag), mindestens 1,5 freie Tage pro Woche (davon 1 Sonntag im Monat) und 4 Wochen bezahlten Urlaub bei 12 Monaten Aufenthalt. Dazu kommen zwei gesetzliche Pflichten der Gastfamilie: der Sprachkurs-Zuschuss von mindestens 70 EUR/Monat (oder einmalig 840 EUR) plus Fahrtkosten zum nächstgelegenen geeigneten Kurs, sowie eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für dich. AuPairMatch hilft euch mit dem Proposal-System.

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Visum beantragen (falls erforderlich)

EU-/EWR-Bürger und Schweizer brauchen kein Visum. Angehörige einiger Länder (USA, Kanada, UK, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland, Israel) dürfen visumfrei einreisen, müssen aber nach der Ankunft eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Alle anderen Nicht-EU-Bürger beantragen vor der Einreise ein Au-Pair-Visum bei der deutschen Botschaft. Nutze den AuPairMatch Visa-Checker, um deine Anforderungen zu prüfen, und plane 2–4 Monate für den Prozess ein.

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Vorbereitung und Anreise

Bereite deine Dokumente vor (Reisepass, Vertrag, Versicherungsnachweis) und organisiere deinen Flug. Die Kosten für die Anreise nach Deutschland trägst du in der Regel selbst — es gibt keine gesetzliche Pflicht der Familie, den Flug zu bezahlen. Viele Familien beteiligen sich aber freiwillig oder übernehmen den Rückflug; sprecht das offen an und haltet es im Vertrag fest. Nach der Ankunft: beim Einwohnermeldeamt anmelden, Aufenthaltserlaubnis beantragen (falls Nicht-EU), Bankkonto eröffnen.

Wichtig: Reise NICHT mit einem Touristenvisum ein, wenn du ein Au-Pair-Visum brauchst! Ein nachträglicher Wechsel des Aufenthaltsstatus ist in Deutschland in der Regel nicht möglich. Beantrage immer das korrekte Visum vor der Einreise.

Mobilität: Führerschein und Auto

Ein Thema, das viele unterschätzen: die Mobilität. In zahlreichen Haushalten gehört es zur Kinderbetreuung, die Kinder zur Schule, zum Sport oder zu Freunden zu fahren. Ein Führerschein ist deshalb ein großer Pluspunkt — gerade in ländlichen Regionen, wo Bus und Bahn selten fahren.

Klärt vor der Zusage gemeinsam die wichtigsten Punkte:

  • Auto: Stellt die Familie ein Fahrzeug zur Verfügung — nur für die Betreuung der Kinder oder auch privat?
  • Führerschein-Gültigkeit: Innerhalb der EU gilt dein Führerschein ohne Weiteres. Aus vielen anderen Ländern darfst du in den ersten sechs Monaten fahren, danach ist eine Umschreibung nötig.
  • Kosten: Sprit und Versicherung für Fahrten im Familienauftrag trägt üblicherweise die Gastfamilie.

Kein Führerschein? Kein Problem — viele Familien in gut angebundenen Städten brauchen keinen. Entscheidend ist, dass du deine Fahr-Erfahrung von Anfang an ehrlich angibst, damit die Erwartungen zusammenpassen.

Quelle für die gesetzlichen Vorgaben: Bundesagentur für Arbeit (Stand Mai 2023). Die Bundesagentur stellt zudem einen kostenlosen Au-Pair-Mustervertrag (PDF) bereit — eine gute Vorlage, die alle Pflichtangaben abdeckt.

Starte dein Abenteuer in Deutschland