Du startest im Herbst als Au-Pair? Du bist nicht die Einzige
Wenn du im Herbst als Au-Pair startest, kommst du zur selben Zeit an wie die meisten anderen Au-Pairs. Die meisten Au-Pair-Jahre beginnen zwischen August und Oktober, weil sie sich am Schuljahr der Gastkinder orientieren. Das ist deine Chance: Die Menschen, mit denen du dieses Jahr verbringen wirst, sind gerade genauso neu wie du.
Fast jedes Au-Pair beschreibt die ersten Wochen als die schwersten — nicht wegen der Kinder, sondern weil niemand da ist, mit dem man den freien Nachmittag verbringen könnte. Dieser Artikel zeigt dir, wie du die anderen findest, die gerade mit dir ankommen: schon vor der Abreise, in der ersten Woche und in den acht Wochen danach.
Warum der Herbst der beste Zeitpunkt zum Ankommen ist
Im Herbst hat noch niemand einen festen Kreis. Wer im September ankommt, trifft auf andere, die ebenfalls im September angekommen sind — niemand hat schon Freunde, niemand muss dich in eine bestehende Gruppe aufnehmen. Ein paar Monate später sieht das anders aus: Dann haben sich Cliquen gebildet, und du bist die Neue, die dazukommt.
Dazu kommen drei praktische Dinge. Die Sprachkurse an Volkshochschulen und Sprachschulen starten meist nach den Sommerferien, also sitzt du von Anfang an mit anderen Neuen im Kurs. Sportvereine nehmen zum Saisonstart Mitglieder auf. Und die Facebook- und WhatsApp-Gruppen der Städte füllen sich in diesen Wochen mit Leuten, die alle dieselbe Frage stellen: „Ist noch jemand neu hier?“
Dieses Fenster schließt sich nicht schlagartig, aber es wird enger. Erfahrungsgemäß haben sich nach etwa acht Wochen die ersten festen Gruppen gebildet. Wer die Zeit bis dahin im Zimmer verbringt, hat es danach schwerer — nicht unmöglich, aber schwerer.
Schon vor der Abreise: Wer fliegt in dieselbe Richtung?
Du musst nicht warten, bis du im Land bist. Auf AuPairMatch siehst du kostenlos, wer gleichzeitig mit dir in dieselbe Gegend kommt — sobald du einträgst, wo und wann du startest.
So funktioniert das, ehrlich beschrieben:
- Du suchst noch eine Familie? Dann zeigt dir die Community andere Au-Pairs, die dasselbe Zielland haben wie du — und markiert, welche Interessen ihr teilt. Das ist die Vor-Community für alle, die noch nicht vermittelt sind.
- Du hast deine Familie schon? Dann trägst du deine Vermittlung ein: Stadt, Zeitraum, Familie. Ab diesem Moment siehst du in der Community, wer heute schon in der Umgebung deiner Gastfamilie lebt. Und alle, die dort schon sind, sehen dich in der Liste der Neuankömmlinge — bis zu acht Wochen vor deinem Start.
- Dein genauer Wohnort bleibt privat. Andere sehen nur ein Entfernungsband wie dieselbe Stadt oder ein Umkreis von wenigen Kilometern, nie eine Adresse oder einen Punkt auf der Karte. Und du kannst die Sichtbarkeit jederzeit abschalten.
Das gilt ausdrücklich auch, wenn du deine Gastfamilie über eine andere Plattform oder eine Agentur gefunden hast. Ein kostenloses Profil reicht.
Außerhalb der Plattform funktioniert vor der Abreise vor allem eines: die Facebook-Gruppe deiner Zielstadt („Au-Pairs in München“, „Au pairs Amsterdam“). Schreib dort einen Satz mit deinem Ankunftsmonat. Meistens meldet sich jemand, der in derselben Woche landet.
Dein Fahrplan für die ersten acht Wochen
Vor der Abreise: Vermittlung eintragen, zwei Leute anschreiben
Leg dein Profil an, trag Stadt und Zeitraum ein und schreib zwei Menschen an, die schon dort sind oder gleichzeitig kommen. Nicht mehr — zwei reichen. Ein „Hi, ich komme am 14. September nach Köln, du auch?“ ist der ganze Text.
Woche 1: Sprachkurs anmelden, Gastfamilie fragen
Der Sprachkurs ist der zuverlässigste Ort, um Gleichaltrige zu treffen — und im Herbst sitzen dort besonders viele Neue. Frag deine Gastfamilie in den ersten Tagen, ob sie andere Familien mit Au-Pair kennt. Die meisten kennen welche und stellen den Kontakt gern her.
Woche 2: Das erste Treffen
Verabrede dich mit einer Person aus der Community oder dem Kurs. Kaffee, Spaziergang, ein Ausflug in die Innenstadt — der Inhalt ist egal. Nachmittags klappt es leichter als abends, weil andere Au-Pairs dann auch frei haben.
Woche 3 und 4: Eine feste Aktivität
Such dir etwas, das jede Woche zur selben Zeit stattfindet: Sportkurs, Chor, Sprachtandem, Volleyball im Park. Freundschaften entstehen durch Wiederholung, nicht durch ein gelungenes erstes Treffen.
Woche 5 bis 8: Dranbleiben, auch wenn es zäh wird
Jetzt entscheidet sich, ob aus Bekannten Freunde werden. Sag zu Einladungen Ja, bevor du überlegst, ob du Lust hast. Und schau regelmäßig in die Liste der Neuankömmlinge — die Nächsten, die ankommen, brauchen genau das, was du in Woche eins gebraucht hättest.
Der Satz, der jedes erste Treffen öffnet
„Ich bin auch gerade erst angekommen.“ Mehr braucht es zwischen zwei Au-Pairs nicht. Niemand muss erklären, warum er am Dienstagnachmittag frei hat, warum er in zehn Monaten wieder weg ist oder warum die Gastfamilie nett, aber eben eine Generation älter ist.
Was, wenn in deiner Gegend noch niemand angezeigt wird?
Dann bist du die Erste — und die Nächste, die in deine Gegend kommt, sieht dich. Wir sagen das offen: AuPairMatch ist neu, und die Community wächst Stadt für Stadt. Es kann sein, dass in deinem Ort noch kein anderes Au-Pair eingetragen ist. Das ist kein Zeichen, dass es dort keine gibt, sondern dass sie es noch nicht wissen.
In diesem Fall hilft dir die Liste mit dem gleichen Zielland weiter, solange du noch keine Vermittlung eingetragen hast. Und außerhalb der Plattform gelten die klassischen Wege: die Facebook-Gruppe deiner Stadt, der Sprachkurs, das Netzwerk deiner Gastfamilie und Apps wie Meetup oder Bumble For Friends. Ein Ratgeber, der nur sich selbst kennt, hilft dir nicht — deshalb stehen die anderen Wege hier mit drin.
Wir sind im Aufbau
AuPairMatch ist 2026 gestartet. Die Community ist für Au-Pairs kostenlos, und wer sich jetzt einträgt, gehört zu den Ersten in seiner Stadt. Wenn dir etwas fehlt oder nicht funktioniert, sag es uns — genau daraus bauen wir das Nächste.
Was deine Gastfamilie davon hat
Ein Au-Pair, das Anschluss findet, bleibt. Heimweh und Einsamkeit gehören zu den häufigsten Gründen, warum Au-Pair-Jahre vorzeitig enden. Deine Gastfamilie hat also ein eigenes Interesse daran, dass du in den ersten Wochen Leute kennenlernst — und kann dabei helfen: mit dem Kontakt zu anderen Familien, mit einem festen freien Nachmittag und mit einem Klick, der deine Vermittlung bestätigt. Wie das aus Sicht der Familie aussieht, steht im Artikel „Warum euer Au-Pair Anschluss braucht“.
Trag ein, wann du ankommst
Kostenlos für Au-Pairs. Sieh, wer schon da ist und wer gleichzeitig mit dir kommt — auch wenn du deine Familie woanders gefunden hast.