Seriöse Gastfamilie erkennen: Red Flags & grüne Signale

AuPairMatch
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Ratgeber für Au-Pairs
A mother and her son engaging in a joyful video call, sharing a family moment at home.

Photo: Yan Krukau / Pexels

Eine seriöse Gastfamilie erkennst du vor allem an einem: Transparenz. Sie zeigt sich offen per Videocall — mit Kindern, Wohnung und deinem zukünftigen Zimmer —, macht klare schriftliche Absprachen zu Aufgaben und Stunden und fragt dich nie nach Geld oder Vorkasse. Eine zweifelhafte Familie tut das Gegenteil: Sie drängt aus der Plattform heraus, bleibt vage und setzt dich unter Zeitdruck.

In diesem Guide bekommst du eine konkrete Checkliste — Warnsignal gegen gutes Zeichen, direkt nebeneinander. So kannst du (und deine Eltern) in wenigen Gesprächen einschätzen, ob eine Familie echt und sicher ist. Ehrlich, ohne Panikmache.

Red Flags & grüne Signale auf einen Blick

Kein einzelnes Signal entscheidet allein — aber wenn sich mehrere Warnsignale häufen, solltest du vorsichtig werden. Vergleiche das Verhalten der Familie mit dieser Tabelle:

🚩 Warnsignal✅ Gutes Zeichen
Drängt sofort darauf, außerhalb der Plattform zu schreiben (privates WhatsApp, E-Mail).Kommuniziert transparent und nachvollziehbar über die Plattform.
Verweigert oder verschiebt jeden Videocall, findet immer Ausreden.Zeigt sich, die Kinder und die Wohnung bereitwillig per Video.
Bleibt vage zu Aufgaben, Arbeitszeiten und freien Tagen.Macht klare, schriftliche Absprachen zu Stunden, Aufgaben und Freizeit.
Verlangt Geld, Gebühren, Kaution oder Vorkasse für „Visum“ oder „Vermittlung“.Fragt dich nie nach Geld — seriöse Familien zahlen, sie kassieren nicht.
Setzt dich unter Druck, sofort zuzusagen („nur heute“, „andere warten“).Lässt dir Zeit zum Überlegen und für mehrere Gespräche.
Will deinen Pass oder Originaldokumente einbehalten.Respektiert deine Dokumente — die bleiben immer bei dir.
Bleibt unklar zu deinem Zimmer oder erwartet, dass du das Zimmer teilst.Bietet ein eigenes, möbliertes und abschließbares Zimmer.
Erzählt widersprüchliche Dinge über Job, Wohnort oder Familiengröße.Antworten bleiben über mehrere Gespräche hinweg konsistent.
Will keine früheren Au-Pairs oder Referenzen nennen.Vermittelt gern den Kontakt zu früheren Au-Pairs als Referenz.

So überprüfst du eine Gastfamilie richtig

Verlasse dich nie auf ein einziges nettes Gespräch. Eine seriöse Familie hat kein Problem damit, sich mehrfach zu zeigen. So gehst du Schritt für Schritt vor:

  • Mehrere Videocalls: Plane zwei bis drei Gespräche an verschiedenen Tagen. Betrüger geben nach dem zweiten Termin oft auf.
  • Familie, Wohnung & Kinder sehen: Bitte darum, die Wohnung, dein Zimmer und beide Elternteile live zu sehen — nicht nur Fotos. Ein kurzer Rundgang per Handykamera sagt mehr als jedes Profil.
  • Frühere Au-Pairs als Referenz: Frag nach Kontakt zu einem früheren Au-Pair. Was ehrlich erzählt wird, ist Gold wert — und wer keine Referenz geben will, hat oft einen Grund.
  • Alles schriftlich: Haltet Arbeitszeiten, Aufgaben, freie Tage, Taschengeld und Urlaub schriftlich fest. In Deutschland sind das z. B. 280 € Taschengeld/Monat, max. 30 Stunden/Woche und mindestens 4 Wochen bezahlter Urlaub im Jahr. Klare Zahlen, an die ihr euch beide halten könnt.

Zahle niemals eine Gebühr im Voraus und schicke niemals Geld oder Kopien deiner Dokumente an eine Familie, bevor du sie verifiziert hast. Seriöse Gastfamilien verlangen kein Geld vom Au-Pair — es ist umgekehrt. Jede Forderung nach Vorkasse, Kaution oder einer „Visumgebühr“ ist ein klares Betrugssignal. Brich den Kontakt ab und melde das Profil.

Genau deshalb halten wir bei AuPairMatch die Kommunikation bewusst auf der Plattform: Nachrichten bleiben nachvollziehbar, verdächtige Profile lassen sich melden, und du hast einen Verlauf, falls etwas schiefgeht. Wer dich sofort in ein privates Chat-Fenster ziehen will, umgeht genau diesen Schutz — ein Grund, genauer hinzuschauen.

Finde eine geprüfte, seriöse Gastfamilie