Au-Pair-Länder 2026 im Vergleich: Taschengeld, Visum, Dauer

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Sieben Länder mit eigenem Au-Pair-Programm stehen 2026 zur Wahl: Deutschland, Österreich, Frankreich, die Niederlande, Italien, Spanien und die USA. Sie unterscheiden sich vor allem in drei Punkten: dem Taschengeld, den Visumregeln für Nicht-EU-Bürger und der Programmstruktur (frei organisiert oder über eine Agentur).
Beliebt sind daneben auch Großbritannien, Irland, Kanada, Australien und Neuseeland. Dieser Vergleich behandelt die Länder, für die wir geprüfte Regeln von den zuständigen Behörden haben.
In diesem Vergleich findest du die wichtigsten Eckdaten in einer Tabelle — plus eine ehrliche Einordnung, welches Land zu welchem Ziel passt. Wichtig vorab: In Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und den USA steht das Taschengeld im Gesetz, in Italien und Spanien nicht — dort vereinbart ihr es frei im Vertrag.
Die Länder mit eigenem Au-Pair-Programm im Überblick
| Land | Taschengeld/Monat | Sprache | Visum (Nicht-EU) | Max. Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | mind. 280 € | Deutsch | Nationales Visum | 12 Monate |
| USA | mind. 195,75 US$ pro Woche | Englisch | J-1-Visum über Agentur | 12 Monate + Ext. |
| Frankreich | mind. 320 € (gesetzlich) + Kost und Logis | Französisch | Visum | 12 Monate |
| Spanien | frei vereinbart, kein gesetzlicher Satz | Spanisch | kein Au-Pair-Titel für Nicht-EU | 12 Monate |
| Niederlande | höchstens 340 € (Obergrenze) | Niederländisch/Englisch | Visum/Agentur | 12 Monate |
| Italien | Richtwert (schwankt) | Italienisch | Visum | 12 Monate |
| Österreich | mind. 551,10 € | Deutsch | Visum | 12 Monate |
Gesetzlich festgelegt sind die Beträge in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und den USA — in den Niederlanden als Obergrenze, überall sonst als Mindestbetrag. In Italien und Spanien gibt es keinen gesetzlichen Satz, dort vereinbart ihr ihn im Vertrag. Die Sätze werden regelmäßig angepasst, mehrere Länder zum Jahreswechsel — prüfe vor der Zusage immer die aktuellen offiziellen Regeln des Ziellandes.
Bestes Land für Anfänger
Wer zum ersten Mal als Au-Pair ins Ausland geht, profitiert von einer klaren, geregelten Programmstruktur. Deutschland und die USA sind hier ideal: Beide haben gesetzlich festgelegtes Taschengeld, klare Höchstarbeitszeiten und einen festen Rahmen. In den USA läuft alles zusätzlich über eine zugelassene Agentur, die dich begleitet — das nimmt Unsicherheit, kostet aber auch mehr Organisation. Innerhalb der EU sind Anfänger in Deutschland oder Österreich gut aufgehoben, weil die Strukturen ähnlich verlässlich sind.
Bestes Land fürs Sprachenlernen
Geht es dir vor allem um die Sprache, entscheidet weniger das Taschengeld als das Sprachumfeld. Frankreich und Spanien sind klassische Ziele, um Französisch oder Spanisch im Alltag zu lernen — beide Länder verbinden das Au-Pair-Jahr traditionell eng mit einem Sprachkurs. Für Englisch ist das US-amerikanische J-1-Programm der klar geregelte Weg. In Deutschland und Österreich lernst du Deutsch — oft mit verpflichtetem Sprachkurs-Zuschuss der Gastfamilie.
Bestes Land fürs Budget
Wenn das Budget im Vordergrund steht, lohnt der Blick auf das Verhältnis von Taschengeld zu Lebenshaltungskosten — nicht nur auf die nackte Zahl. Ein höheres Taschengeld in einem teuren Land bringt unterm Strich oft weniger als ein moderates in einer günstigeren Region. Österreich liegt mit mindestens 551,10 € hoch, erlaubt dafür aber nur 16,5 Stunden pro Woche; in Spanien und Italien gibt es keinen gesetzlichen Satz, dafür einen angenehmen Lebensstil. In den USA deckt das Programm Flug, Unterkunft und Verpflegung mit ab, sodass das wöchentliche Taschengeld weitgehend Sparpotenzial ist. Rechne immer in Gesamtkosten, nicht in Einzelposten.
Wähle dein Land nicht allein nach dem Taschengeld aus. Frage dich zuerst: Welche Sprache will ich lernen, und wie viel kann oder will ich ausgeben? Sprachziel plus Budget führen fast immer zu einer besseren Entscheidung als die höchste Zahl in der Tabelle.