Au-Pair Packliste: Was du wirklich brauchst (mit Checkliste)

AuPairMatch
7 Min. Lesezeit
Ratgeber für Au-Pairs
A woman with headphones packing a suitcase in her stylish living room, preparing for travel.

Photo: Vlada Karpovich / Pexels

Kurz gesagt: Ins Handgepäck gehören Pass, Vertrag, Versicherungsnachweis, Bankkarte und Medikamente. In den Koffer kommt Kleidung für den Zwiebellook, ein paar Dinge für die Kinder und etwas gegen Heimweh. Alles andere kaufst du vor Ort.

Du hast deine Gastfamilie gefunden, der Abflug rückt näher – und plötzlich liegt der halbe Kleiderschrank auf dem Bett. Diese Liste hilft dir, klug zu packen: Was wirklich mitmuss, was du besser dort kaufst und wie du unter dem Gewichtslimit bleibst. Am Ende findest du eine Checkliste zum Abhaken.

1. Dokumentenmappe: alles ins Handgepäck

Deine Dokumente sind das Einzige, was sich nicht schnell ersetzen lässt. Pack sie in eine feste Mappe und trag sie immer im Handgepäck – nie im aufgegebenen Koffer.

  • Reisepass oder Personalausweis – gültig für deinen ganzen Aufenthalt, besser mit Puffer.
  • Visum oder Aufenthaltsdokument – nur falls du eins brauchst. Prüfe frühzeitig, ob das für dein Zielland und deine Staatsangehörigkeit gilt.
  • Au-Pair-Vertrag – unterschrieben, als Kopie auf Papier und digital.
  • Versicherungsnachweise – Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung, mit Notfall-Hotline.
  • Zeugnisse und Zertifikate – Sprachzertifikate, Schulabschluss, Erste-Hilfe-Kurs, Referenzen aus der Kinderbetreuung. Manche Sprachschulen und Behörden fragen danach.
  • Führerschein – wenn du bei der Familie Auto fahren sollst. Kläre vorher, ob im Zielland zusätzlich ein internationaler Führerschein nötig ist.
  • Bankkarte – plus eine Ersatzkarte, getrennt aufbewahrt.
  • Passfotos – einige biometrische Fotos für Anmeldung, Sprachkurs oder Monatskarte.
  • Adresse und Telefonnummer der Gastfamilie – auf Papier, falls dein Handy leer ist.

Scanne jedes Dokument ein und lege die Kopien in einen passwortgeschützten Cloud-Ordner. Teile ihn mit einer Vertrauensperson zu Hause. Geht etwas verloren, hast du in Minuten eine Kopie für Botschaft oder Versicherung.

2. Geld und Handy

Für die ersten Tage brauchst du etwas Bargeld in der Landeswährung – für Bus, Snacks oder eine SIM-Karte. Dazu eine Karte, die im Ausland ohne hohe Gebühren funktioniert. Sag deiner Bank vorher Bescheid, dass du länger im Ausland bist.

Beim Handy lohnt sich ein Check: Ist es entsperrt, damit eine lokale SIM oder eSIM funktioniert? Sind Banking-App und Zwei-Faktor-Login so eingerichtet, dass sie auch mit neuer Nummer laufen? Welche Apps dir im Alltag wirklich helfen, von Sprache bis Nahverkehr, liest du in unserem Artikel über die besten Apps für dein Au-Pair-Jahr.

3. Kleidung: Zwiebellook statt Koffer voller Outfits

Die wichtigste Regel: Pack weniger, als du denkst. Du bleibst Monate, nicht Wochen – das Wetter ändert sich, und du wirst vor Ort einkaufen. Setz auf Kleidung, die sich kombinieren und übereinander tragen lässt.

  • Basis für 7–10 Tage: T-Shirts, Pullover, zwei bis drei Hosen, Unterwäsche und Socken. Waschen kannst du bei der Familie.
  • Schichten: eine Fleece- oder Strickjacke und eine leichte, wasserfeste Jacke. Damit kommst du durch Frühling, Herbst und kühle Sommerabende.
  • Kinder-taugliche Kleidung: Du sitzt auf dem Spielplatzboden, malst und kochst. Bequeme Sachen, die Flecken aushalten, sind Gold wert.
  • Schuhe: ein Paar bequeme Alltagsschuhe, ein Paar für Regen, eventuell Sportschuhe.
  • Ein schöneres Outfit für Feiern, Ausflüge oder einen Abend mit anderen Au-Pairs.

Reist du im Sommer ab und bleibst über den Winter, nimm die warme Jacke nicht zwingend mit. Oft ist es günstiger und leichter, sie vor Ort zu kaufen – oder dir die Wintersachen später schicken zu lassen.

4. Medikamente und Gesundheit

Nimmst du regelmäßig Medikamente, pack einen Vorrat für die ersten Wochen ein – im Handgepäck und in der Originalverpackung mit Beipackzettel. Lass dir von deinem Arzt ein kurzes Schreiben auf Englisch mitgeben, das Wirkstoff und Dosierung nennt. Das hilft am Zoll und beim Arzt im Gastland.

  • Rezepte oder Wirkstoffliste für Nachkäufe
  • Brille oder Kontaktlinsen plus Ersatz und aktuelles Rezept
  • Kleine Reiseapotheke: Pflaster, Schmerzmittel, etwas gegen Erkältung und Magenprobleme
  • Periodenprodukte für die ersten Tage

Kläre vor der Abreise, wie du deine Medikamente im Zielland nachbekommst. Manches ist dort rezeptpflichtig oder heißt anders.

5. Für die Kinder: ein Stück deiner Kultur

Als Au-Pair kümmerst du dich um die Kinder – und bringst gleichzeitig deine Sprache und Kultur in die Familie. Genau dafür lohnt sich ein bisschen Platz im Koffer:

  • Kleine Geschenke von zu Hause: typische Süßigkeiten, ein Kinderbuch, ein Kuscheltier oder Postkarten aus deiner Stadt.
  • Bücher, Lieder und Spiele in deiner Sprache: ein Bilderbuch zum Vorlesen, eine Playlist mit Kinderliedern, ein einfaches Kartenspiel aus deinem Land.
  • Fotos und eine Karte deiner Heimat: Kinder lieben es zu sehen, wo „ihr“ Au-Pair herkommt.
  • Ein kleines Gastgeschenk für die Eltern – etwas Typisches, nichts Teures.

Solche Dinge brechen in den ersten Tagen das Eis. Aus einem Lied oder Spiel wird schnell ein gemeinsames Ritual.

6. Dinge gegen Heimweh

Heimweh kommt bei fast allen irgendwann – oft nicht in der ersten Woche, sondern später. Ein paar vertraute Dinge machen dein neues Zimmer schneller zu deinem Zuhause: ein Kissenbezug oder eine kleine Decke, Fotos von Familie und Freunden, dein Lieblingstee, ein Notizbuch oder Tagebuch. Mehr dazu, was wirklich hilft, findest du in unseren 10 Tipps gegen Heimweh als Au-Pair.

7. Technik und digitale Sicherheit

  • Reiseadapter: Prüf vorher, welcher Steckertyp im Zielland gilt. Ein Adapter mit USB-Anschlüssen spart Platz.
  • Ladekabel und Powerbank – die Powerbank gehört ins Handgepäck.
  • Kopfhörer für Flug, Bus und Sprach-Podcasts.
  • Backup: Sichere Fotos, Kontakte und Dokumente, bevor du losfliegst. Notiere wichtige Nummern zusätzlich auf Papier.

Was du nicht einpacken musst

Vieles bekommst du im Gastland genauso gut – oft günstiger, als es dich an Übergepäck kosten würde:

  • Shampoo, Duschgel und Waschmittel in großen Flaschen (Reisegrößen für die ersten Tage reichen)
  • Handtücher und Bettwäsche – kläre vorher mit der Familie, was im Zimmer schon da ist
  • Föhn und Glätteisen, wenn die Spannung im Zielland anders ist
  • Schreibwaren und Haushaltskram
  • Dicke Winterkleidung, wenn du im Sommer ankommst

So bleibst du unter dem Gewichtslimit

1

Limit prüfen

Schau in deine Buchung: Wie viel Kilo darf der Koffer wiegen, wie viel das Handgepäck? Ein zusätzliches Gepäckstück ist vorab gebucht meist günstiger als am Flughafen.

2

Alles auslegen, dann ein Drittel weg

Leg alles aufs Bett, was du mitnehmen willst. Dann nimm ein Drittel wieder raus – vor allem Kleidung, die du „vielleicht“ trägst.

3

Schwer ins Handgepäck, Schweres anziehen

Trag die schwersten Schuhe und die dickste Jacke auf dem Flug. Bücher und Technik passen oft besser ins Handgepäck.

4

Zu Hause wiegen

Wiege den Koffer mit einer Kofferwaage oder auf der Personenwaage. Lass ein paar Kilo Luft für den Rückweg und Geschenke.

Deine Checkliste zum Abhaken

WasWohinErledigt
Pass oder Ausweis, ggf. VisumHandgepäck☐
Au-Pair-Vertrag (Papier + digital)Handgepäck☐
Versicherungsnachweise mit HotlineHandgepäck☐
Zeugnisse, Sprachzertifikate, FührerscheinHandgepäck☐
Bankkarte + Ersatzkarte, etwas BargeldHandgepäck (getrennt)☐
Medikamente in Originalverpackung + ArztbriefHandgepäck☐
Handy, Ladekabel, Powerbank, AdapterHandgepäck☐
Adresse der Gastfamilie auf PapierHandgepäck☐
Kleidung für 7–10 Tage im ZwiebellookKoffer☐
Regenjacke und bequeme SchuheKoffer☐
Geschenke, Bücher, Spiele für die KinderKoffer☐
Vertraute Dinge gegen HeimwehKoffer☐
Dokumente in der Cloud gesichertdigital☐

Die Pre-Departure-Checkliste für Eltern ergänzt diese Packliste gut. Und wenn du angekommen bist, hilft dir unsere Checkliste für die erste Woche als Au-Pair beim Einleben.

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